Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
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"Auf der Straße der Braunkohle"

dritte, erheblich erweiterte Neuauflage, im Buchhandel erhältlich

Tagebau Vereinigtes Schleenhain

Tagebau Vereinigtes SchleenhainSüdraum LeipzigTechnik/ IndustriearchitekturBildung
Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain, der aus den ursprünglich selbstständigen Förderstätten Schleenhain (Aufschlussbeginn 1949), Peres (1966) und Groitzscher Dreieck (1975) besteht, förderte bis heute rund 550 Mill. Tonnen Braunkohle bei einer Abraumbewegung von mehr als 2 Mrd. Kubikmetern. Bis 1990 waren die Gruben in ein Kohleverbindungsbahnsystem mit rund 1500 Kilometern Gesamtlänge zur Versorgung von Kraftwerken und Brikettfabriken im Raum Borna - Regis- Breitingen eingebunden. Dabei galt Schleenhain unter Insidern als „größter Schmalspurbahntagebau Europas“.

Im Ergebnis der Neuausrichtung der Braunkohlenindustrie im Mitteldeutschen Revier ab 1990 erfolgten nach kontroverser Debatte politische und wirtschaftliche Weichenstellungen dahingehend, den Tagebau Vereinigtes Schleenhain ausschließlich zur Bekohlung des Neubaukraftwerks Lippendorf in unmittelbarer Nachbarschaft bis zum Jahr 2040 weiter zu betreiben. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere die hohe Lagerungsdichte (bis zu 300.000 Tonnen Braunkohle je Hektar) und die Kohlequalität (Heizwert 10,5-11,2MJ/kg, Aschegehalt 5-7%, Schwefelgehalt <2%) als eine der besten in Deutschland. Nach einer umrüstungsbedingten Stundung ab 1995 fördert der Tagebau seit 1999 wieder Braunkohle, wobei das Förderniveau stabil bei 10- 12 Mill. Tonnen liegt. Stationäre und variable Bandtrassen sichern den Transport von Kohle und Abraum an alle vorgesehenen Stellen. Im Tagebau arbeiten heute etwa 400 Bergleute. Das gehobene Sümpfungswasser bildet eine Schlüsselvoraussetzung für die Flutung der Tagebauseen des Sanierungsbergbaus zwischen Leipzig und Altenburg. Gezielte Begrünungsund Bewässerungsmaßnahmen minimieren heute die früher berüchtigten Staubstürme.

Abbau und Wiedernutzbarmachung im Tagebau sind aus mehreren Perspektiven gut einsehbar. Der neu eingerichtete und mit Schautafeln ausgestattete Aussichtspunkt südlich von Neukieritzsch in Höhe der ehemaligen Ortslage Breunsdorf (Wegweiser) ist für Interessenten jederzeit zugänglich. Nach Anmeldung sind für Gruppen auch Tagebaubefahrungen mit dem „inneren Aussichtspunkt“ sowie dem Kohlemischund Stapelplatz möglich. Schließlich bietet der Neue Geyersberg auf Kippengelände nördlich von Hohendorf zwischen dem Naherholungsgebiet Großstolpener See und dem Geologischen Lehrpfad überraschende Ausblicke über das Leipziger (Neu)Seenland und darüber hinaus. Für weit über die Region hinaus reichende Aufmerksamkeit sorgte im Oktober 2007 die Umsetzung der 750 Jahre alten, denkmalgeschützten Emmauskirche aus der umzusiedelnden Ortslage Heuersdorf nach Borna.
Service:
Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH
Öffentlichkeitsarbeit
Wiesenstraße 20
06727 Theißen
Tel.: 03441 684-515
Internet: www.mibrag.de
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