Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
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"Auf der Straße der Braunkohle"

dritte, erheblich erweiterte Neuauflage, im Buchhandel erhältlich

Tagebau Profen, Grüne Magistrale

Tagebau Profen, Grüne MagistraleZeitz/ WeißenfelsTechnik/ IndustriearchitekturBildung
Der Tagebau Profen verfügt über einen Kohle- Gesamtvorrat von ca. 300 Mill. t in den Baufeldern Süd/D1 (1971 bis 2009), Schwerzau (2005 bis 2019) und Domsen (2013 bis 2029), was eine Jahresförderung von 9-11 Mill. t/a ermöglicht. Geologische Besonderheiten bestehen in den subrosionsbedingten Kesselstrukturen im Flöz I mit Kohlemächtigkeiten bis zu 75 m sowie 5-10 m mächtigen Quarzitablagerungen im Oberabraum.

Zur Freilegung und Gewinnung der hochwertigen Kohlevorräte (Heizwert 11,5MJ/kg, Schwefelgehalt 1,7%, Abraum-Kohle-Verhältnis 2,9:1) werden neben der konventionellen Großgerätetechnik auch mobile Geräte (Easi- Miner, Hydraulikbagger, Radlader, Schwerlastkipper) eingesetzt. 32km Bandanlagen verbinden alle wichtigen Bereiche im Tagebau.

Der Kohlemisch- und Stapelplatz (KMS) mit seinem markanten, grün verkleideten Hochbau liegt unmittelbar an der „Grünen Magistrale“. Über eine Sammelbandanlage wird die Braunkohle aus der Grube hierher befördert, wo sie in einem 615 m langen und 300 000 t fassenden Bereich differenziert nach Qualitäten entsprechend den Abnehmeranforderungen zwischengelagert wird. Der Abtransport erfolgt mit Kohle-Ganzzügen; auch eine LKW-Verladung für Kleinabnehmer wurde eingerichtet. Südlich der Magistrale öffnet sich links der Blick in das 2004 angefahrene Zwischenrestloch, aus dem nach Auskohlung des Baufelds Süd/ D1 derzeit das südlich angrenzende Baufeld Schwerzau aufgeschlossen wird. Der neu eingerichtete Aussichtspunkt in Sichtweite südlich der Straße bietet beste Einblicke in das aktuelle Abbaugeschehen vor Ort.

Den Ausgangspunkt der „Grünen Magistrale“ bildet der Revierpark Profen. Die 1977 bis 1983 aus kulturfeindlichen tertiären Abraummassen entstandene Aufschüttung bietet eindrucksvolle Vergleichsmöglichkeiten zwischen rekultivierten und der natürlichen Sukzession überlassenen Flächen. Mit ihrer teilweise intensiven Zerschneidung erinnern sie an „Badlands“. Über zwei an den Ausläufern der Schüttmassen angelegte Parkplätze bestehen Zugangsmöglichkeiten zum nach 1990 angelegten Wegenetz. Südwestlich von Hohenmölsen zieht der Freizeitpark Pirkau mit dem 36 ha großen Mondsee im Zentrummit gepflegten Strandbereichen, Wasserrutsche, Spiel- und Tennisplätzen zahlreiche Besucher an.
Service:
Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) mbH
Wiesenstraße 20
06727 Theißen
Tel.: 03441 684
Fax: 03441 515
Internet: www.mibrag.de
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