Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
Start Anliegen Themen Objektsuche Karte Verein Aktuell Publikationen
Forum Partner

Diese Seiten verwendet Cookies. Informationen zu Cookies und Datenschutz lesen Sie [hier].

Ich bin damit [einverstanden].

Ich bin [nicht einverstanden].

"Auf der Straße der Braunkohle"

dritte, erheblich erweiterte Neuauflage, im Buchhandel erhältlich

Geiseltalsee, Halde Klobikau, Maschinenhalle Braussbedra

Geiseltalsee, Halde Klobikau, Maschinenhalle BraussbedraGeiseltalNatur und LandschaftBildung
Innerhalb des Mitteldeutschen Braunkohlenreviers bildet das Geiseltal einen der bedeutendsten, traditionsreichsten und zugleich ungewöhnlichsten Teilräume. Die Lagerstätte, die maßgeblich im Eozän als Teilabschnitt des Tertiärs vor etwa 50 Mill. Jahren entstand, umfasste einen Kohlevorrat von über 1,5 Mrd. t bei Flözmächtigkeiten von bis zu 120m. Weltweite Bekanntheit erlangte das Geiseltal durch die zahlreichen Fossilienfunde, die die Flora und Fauna aus der Zeit der Braunkohlenentstehung aufgrund günstiger örtlicher Bedingungen (rasche Geländeabsenkung, Klima, Kalkwasserzufuhr) in einzigartiger Weise konservierten.

Der im Revier 1698 erstmals erwähnte Braunkohlenbergbau erlangte Ende des 19. Jahrhunderts rasch großindustrielle Dimensionen. Das Fördermaximum wurde 1957 mit 41,1 Mill. t erreicht. Bis zum Förderende 1993 wurden 1,4 Mrd. t Kohle bei einer Abraumbewegung von 1,4 Mrd. m³ gefördert, was einem deutschlandweit einmaligen Abraum-Kohle-Verhältnis von 1:1 entsprach. Im Bereich der damit nahezu vollständig ausgekohlten Lagerstätte mussten 16 Ortschaften mit rund 12 500 Menschen dem Abbau weichen. Der Landschaftscharakter wurde durch die Aufschüttung von Abraumhalden und bis unter den Meeresspiegel (-35 m NN) reichende abbaubedingte Eintiefungen komplett verändert.

Die Wiedernutzbarmachung der rund 48 km² Fläche umfassenden ehemaligen Abbaubereiche steht im Zeichen der Entstehung eines Komplexes von Tagebaurestseen, die wassertouristische und auf Natur und Landschaft ausgerichtete Nutzungsmöglichkeiten miteinander verbinden. Im Zentrum steht dabei der seit 2004 mit übergeleitetem Saalewasser in Flu- tung befindliche Geiseltalsee, der 2009 seine Endwasserspiegelhöhe von +98m NN erreichen soll und mit 18,4km² Fläche bei einer maximalen Tiefe von 70 m Position 16 unter den größten Seen Deutschlands einnehmen wird. Der Restseenkomplex umfasst darüber hinaus den bereits wassersportlich genutzten Großkaynaer See (2,6km²) sowie den Runstedter See (2,3km²).

Unter den zahlreichen Aussichtsmöglichkeiten rund um den Geiseltalsee nimmt die Halde Klobikau (218 m NN) eine im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Position ein. Diese entwickelte sich nach wechselvoller Vergangenheit zwischen „Mondlandschaft“ und militärischer Nutzung seit 1990 zu einem bemerkenswerten Naturrefugium und verfügt mit dem Weinberg „Goldener Steiger“ über ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.

Der Aussichtsturm erschließt Fernblicke über weite Teile des Mitteldeutschen Reviers. Auch die Aussichtspunkte Wünsch, Pauline (Stöbnitz), Cecilie (Krumpa), Leonhardt (Neumark) und Michel-Vesta (Großkayna) bieten beste Einblicke in den laufenden Landschaftswandel. Der Geschiebegarten bei Mücheln, die „Geologischen Fenster“ bei Krumpa, die Maschinenhalle Braunsbedra und der 40km lange Seerundweg komplettieren die Angebote vor Ort.
Service:
Interessen- und Förderverein Geiseltalsee e.V.
Geiseltalstraße 1
06242 Braunsbedra
Tel.: 034633 41-302
Fax: 034633 41-272
Internet: www.geiseltalsee-ifv.de
[zurück]

(c) Mitteldeutsche Straße der Braunkohle e.V. 1996-2018 | Impressum | Redaktion | Kontakt | Datenschutz