Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
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"Auf der Straße der Braunkohle"

dritte, erheblich erweiterte Neuauflage, im Buchhandel erhältlich

Romanta GmbH Amsdorf, Tagebau und Veredlung

Romanta GmbH Amsdorf, Tagebau und VeredlungGeiseltalTechnik/ IndustriearchitekturBildung
Unter den aktiven Braunkohlenunternehmen Deutschlands bildet die ROMONTA GmbH als Betreiber von Tagebau und Veredlungsstandort Amsdorf bei Röblingen westlich von Halle zwar das kleinste. Dennoch verfügt es mit seinen bitumenreichen, extraktionsfähigen Kohleflözen, die zugleich die höchsten Heizwerte im Mitteldeutschen Revier aufweisen, über eine absolute Besonderheit.

Nachdem die Anfänge der Bergbautätigkeit bis ins 17. Jahrhundert zurück reichen, entwickelte sich am Standort am Südufer des damaligen Salzigen Sees gegen Ende des 19. Jahrhun-derts seine florierende Braunkohlenindustrie mit Kohlegruben, Brikettfabriken, Schwelereien und Mineralölfabriken. 1905 etablierte sich in Wansleben am See die erste Montanwachsfabrik als grundlegend neue Veredlungsform.

Nach einer wechselvollen Industriegeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte in den 1960er Jahren eine Konzentration der Rohmontanwachserzeugung der damaligen DDR am Standort Amsdorf, die einen wesentlichen Ausbau der Förder- und Verarbeitungskapazitäten bedingte. Trotz des Schrumpfungsprozesses im Ergebnis der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen 1989/1990 konnten sich die Montanwachsextraktion und das Industriekraftwerk, gestützt auf eine gesicherte Nachfrage und die vorhandenen Kohlevorräte, gut am Markt behaupten. Dies wurde durch umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsleistungen in Tagebau und Veredlung flankiert. Heute bildet die ROMONTA GmbH mit rund 400 Bergleuten den größten Arbeitgeber im Mansfelder Land und deckt 90% des Weltmarktbedarfs an Rohmontanwachs.

Der Tagebau Amsdorf mit einer Jahresförderung von ca. 500.000t weist eine Reihe von Besonderheiten auf, zu denen die Überbaggerung ehemaliger Tiefbaufelder mit dem Anschnitt von als „Alter Mann“ bezeichneten Strecke sowie die flexible Abbau- und Verkippungstechnologie zählen. Die Kohle gelangt über Bandanlagen und einen Pipe-Conveyer direkt zur Montanwachsfabrik, wo die Wachsextraktion erfolgt und die verbleibende Kohle dem Industriekraftwerk mit Rauchgasreinigungs- und Entschwefelungsanlage zugeführt wird. Besichtigungen des Standorts, der mit seiner Kompaktheit einen Eindruck von der einst für das ganze Revier typischen engen Verzahnung von Kohleförderung und -veredlung bietet, sind nach Anmeldung möglich.
Service:
ROMONTA GmbH
Chausseestraße 1
06317 Amsdorf
Tel.: 034601 400
Fax: 034601 22215
Internet: www.romonta.de
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