Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
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"Auf der Straße der Braunkohle"

dritte, erheblich erweiterte Neuauflage, im Buchhandel erhältlich

Halde Trages

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51.196060
12.497359
Südraum LeipzigNatur und LandschaftFreizeit, Sport und Erholung
Mit einer Höhe von 231m NN bildet die zwischen 1937 und 1948 aus den Aufschlussmassen des Tagebaus Espenhain aufgeschüttete Hochhalde die höchste Geländeerhebung im Südraum Leipzig. Nachdem sie aufgrund der häufigen Rutzschungen an der Ostflanke und ihrer Vegetatonslosigkeit bis in die 1960er Jahre hinein nur als sprichwörtliche „Mondlandschaft“ wahrgenommen wurde, die zudem stets den Rauchgasen aus dem westlich angrenzenden Braunkohlenveredlungswerk Espenhain ausgesetzt war, bildet sie heute zu allen Jahreszeiten ein geschätztes Ausflugsziel.

Über den 1999 eingeweihten Rundwanderweg, der von verschiedenen Zugangspunkten aus erreicht werden kann und in zweieinhalb Stunden bequem zu begehen ist, erschließen sich alle interessanten, mit Informationstafeln ausgestatteten Punkte im Bereich des künstlichen Berges. Dabei wird Wissenswertes zur Halde selbst wie zu den markanten Erosionsrinnen, zur Rutschungsproblematik, zum Wasserregime und zum Waldumbau ebenso wie zu technischen Denkwürdigkeiten am Weg und in Sichtweite mit den aufgestellten Artefakten von Tagebaugroßgeräten (Schaufelrad, Baggerkanzel), dem heute weitgehend zurück gebauten Braunkohlenveredlungswerk, dem 1999 stillgelegten Kraftwerk Thierbach oder dem 2004 ans Netz gegangenen Solarkraftwerk vermittelt. Einen Schwerpunkt bilden Erläuterungen zu den vielfältigen, von Schwemmländern und Erosionsrinnen über Trockenrasenflächen bis zum „Haldenwald“ reichende neue Lebensräume, in denen mittlerweile zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten heimisch geworden sind.

Der 32 Meter hohe, 2001 fertig gestellte Aussichtsturm ist über 160 Stufen bequem und sicher zu besteigen. Von der oberen, auf 260m NN gelegenen und mit Panoramatafeln ausgestatteten Aussichtsplattform aus bietet sich ein Rundblick über rund 10.000 Quadratkilometer Fläche, der alle Gewässer und industriellen Landmarken im „Leipziger Neuseenland“ sowie die „Skyline“ der Messestadt bestens in Szene setzt. Darüber hinaus reicht das Panorama bis zum Petersberg bei Halle (Saale), zum Collmberg bei Oschatz, zum Rochlitzer Berg, zum Erzgebirgskamm mit Klinovec (Keilberg – CZ), Fichtelberg und Auersberg, zur Neuenburg bei Freyburg (Unstrut) und zur Halde Klobikau im Geiseltal. Eine Schutzhütte am Fuß des Turms bietet sich als Rastmöglichkeit an.
Service:
Haldenzugänge:
Hauptzugang Mölbis:
ab Orangerie, Informationstafel an der Pappelallee
alternativ über Mühlweg (für Radwanderer)

Haldenauffahrt über Zufahrt Gewerbegebiet Espenhain:
ab Mölbiser Landstraße, bester Zugang für Radwanderer

Zugang ab Straße Mölbis-Trages:
kurzer Weg zum Haldenwald, Informationstafel

Zugang ab Thierbach:
abwechslungsreicher Aufstieg, 72-stufige "Monumentaltreppe"
Internet:
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